Ballaststoffe & Inulin

Einfach wertvoll ernähren

Ballaststoffe und Inulin

Die Bio-Kulturpflanze der Indianer: Topinambur – lat. Helianthus tuberosus

Historie

Bei der Kolonisation Kanadas entdeckte der französische Offizier Samuel de Champlain 1603 bei den eingeborenen Indianern die Sonnenblumenpflanze, deren essbare „Wurzeln” nach Artischocken schmeckten.

Nach einer Hungersnot in Port Royal konnten sich die Bewohner mit dieser Wunderpflanze bis zur nächsten Ernte retten.

Berichte wurden zusammen mit der Pflanze sowohl König Ludwig XIII. als auch dem Papst zugestellt. Zunächst war sie nur für den Hochadel bestimmt. Aber was für „die da oben“ gut ist, musste auch für das gemeine Volk gut sein. So wurden die Knollen aus den königlichen Gärten gestohlen, aber auch von Seeleuten nach Europa gebracht.

Die fast vergessene Pflanze „Helianthus tuberosus“ erlebt wegen ihres hohen
Gesundheitswertes zu Recht eine glanzvolle Renaissance, denn heute denkt man eigenverantwortlich an das persönliche Wohlbefinden.

Ballaststoffe

Der Begriff „Ballaststoffe“ stammt noch aus einer Zeit, in der man diese Nahrungsbestandteile als „überflüssigen Ballast“ angesehen hat. Er vermittelt den Eindruck, dass Ballaststoffe nur Abfallprodukte sind. Sie sind eher genau das Gegenteil, denn ohne Ballaststoffe gäbe es keine gesunde Ernährung.

Was sind Ballaststoffe?

Mensch und Tier bekommen Halt unter anderem durch Skelett und Muskulatur, Fische durch Gräten, und Pflanzen durch die so genannten Ballaststoffe. Sie werden auch Faserstoffe oder Pflanzenfasern genannt und sind Gerüst- und Stützsubstanz der Pflanzen. Tierische Produkte sind praktisch frei von Ballaststoffen. Man unterscheidet zwischen löslichen und unlöslichen Ballaststoffen, beide zusammen sind die Gesamtballaststoffe. Sie haben im Körper sehr unterschiedliche Aufgaben und sind absolut notwendig für eine ausbalancierte Ernährung.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt einen täglichen Verzehr von mindestens 30 g Ballaststoffen.
Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verzehr von Ballaststoffen liegt tatsächlich nur bei ca. 22 g pro Tag.

Inulin

Inulin ist ein löslicher Ballaststoff, der in einigen Gemüsen und in der Topinambur vorkommt. Inulin hat Süßkraft, und durch das Ergänzen von Topinambur in den eigenen Speiseplan lassen sich sowohl Fett als auch Zucker einsparen. Es stehen insgesamt vier verschiedene Topinambur-Produkte zur Auswahl.

Inulin ist ein löslicher Ballaststoff, weil er zum einen wasser- und fettlöslich ist und zum anderen von Bakterien der Darmflora aufgenommen und fermentiert wird. Es entstehen u. a. wichtige kurzkettige Fettsäuren, die im Darm ihre gesunden ernährungsphysiologischen Eigenschaften voll entfalten können. Ballaststoffe unterstützen die Verdauung, sorgen für eine ausgeglichene Darmflora und verbessern die Calciumaufnahme. Dieser lebenswichtige Mineralstoff wird beispielsweise zum Knochenaufbau benötigt. Da der Körper Calcium nicht selbst produzieren kann, ist er auf eine ausreichende Versorgung über die Nahrung angewiesen.

(siehe auch: Das Säure-Basen-Konzept)

Hinweis: Sollten sich Darmaktivitäten bemerkbar machen, so ist dies ein positives Zeichen für die prebiotische Aktivität (Inulin). Sie normalisieren sich nach einigen Tagen wieder von selbst. Wer in der Vergangenheit sehr wenig Ballaststoffe zu sich genommen hat, sollte die Ballaststoffmengen sehr, sehr langsam steigern und auf kohlensäurehaltige Getränke verzichten. Bislang sind keine allergischen Reaktionen auf Topinambur bekannt.

Wir verwenden Topinambur, weil diese Knolle wunderbare Mikronährstoffe speichert, die sowohl im Säure-Basen-Haushalt als auch für den Darm hervorragende Eigenschaften bieten und eine cholesterin- als auch blutzuckerbewusste Ernährung unterstützen.

„Das Handbuch für gute Ernährung hat die Natur schon geschrieben.

Man muss es nur lesen können.“